“The Black Light Warriors” im Gespräch mit Julius Ise

Julius Ise, gebürtig aus Konstanz, 23, ist seit zwei Jahren als freiberuflicher Fotograf in und um Esslingen bei Stuttgart für verschiedene Firmen, Werbeagenturen und Privatkunden tätig.

Sein aktuellstes und bisher spannendstes Projekt sind “The Black Light Warriors”: mit UV-Lampen beleuchtete Menschen in Kriegsbemalung.

Julius, wie kamst du zur Fotografie?

“Ich habe schon sehr früh den Umgang mit der Kamera gelernt. Meine erste Kamera war eine Einwegkamera, die ich sehr früh von meinem Vater bekam. Er ist Hobbyfotograf auf einem sehr professionellen Niveau. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reisefotografie und Themen wie Panoramas, HDRs, sowie eine Kombination davon.

Mit 18 Jahren bekam ich dann meine erste Spiegelreflexkamera. Es war das alte Modell meines Vater (Nikon D2H). Den Einstieg in die professionelle Fotografie fand ich über die Nightlife Fotografie: Ich habe in wenigen Jahren über 300 Events in ganz Europa besucht, festgehalten und dabei auch viele Kontakte knüpfen können. Parallel dazu habe ich dann mit der Porträtfotografie begonnen. Zunächst outdoor, mit einem Aufsteckblitz oder kleinem Reflektor. Recht bald war ich dann aber auch schon im Fotostudio und habe mein Interesse an der Studiofotografie entdeckt.”

Womit bzw. wodurch lässt du dich inspirieren?

“Ich verfolge diverse Fotoblogs und Zeitschriften, lasse mich aber auch durch Reisen inspirieren die ich mache und gemacht habe. Viele meiner Kunden sind Tänzer, die ebenfalls ihren eigenen Style mitbringen, der sich dann natürlich auch in den Bildern wieder finden lässt.”

Tagtäglich erlebe ich Momente, an denen ich denke “hättest du jetzt nur deine Kamera dabei…”. Wie sieht es bei dir aus?

“Oft ist es so, dass gerade dann, wenn ich meine Kamera dabei habe und mir vornehme ein paar schöne, spontane Aufnahmen zu machen, gar nichts spannendes zu finden ist. Was immer dabei ist: mein iPhone, welches ich sehr oft zum fotografieren von privaten Schnappschüssen nutze. Dann brauche ich mir auch keine Gedanken zu machen, welche Objektive ich wohl alle mitnehmen könnte.”

Was macht deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

“Es gibt verschiedene Faktoren, die für mich ein gutes Foto ausmachen. Da ich sehr viel im Studio fotografiere, ist es zum einen das richtige Licht. Outdoor ist aber auch die Location sehr wichtig. Bei Menschen lege ich sehr viel Wert auf eine ausdrucksstarke Pose und besonders einen aussagekräftigen Blick. Das Equipment kann sehr dabei helfen ein gutes Foto zu machen, alleine reicht es aber auf keinen Fall aus.”

Du arbeitest viel mit Firmen- als auch Privatkunden. Was war dein bisher spannendstes Projekt?

“Mein bisher spannendstes Projekt war mein Schwarzlicht-Shooting mit dem Titel „The Black Light Warriors“. Das Shooting war sehr ausführlich geplant und die Visagistin war vorab mit Layouts zur Kriegsbemalung gebriefed.”

“Dennoch gab es viele Punkte bei denen ich nicht vorhersagen konnte, wie sie sich entwickeln werden. Da man die Farben für das Make Up nur unter Schwarzlicht richtig sieht und beurteilen kann, mussten wir das gesamte Studio inkl. dem Platz für’s Make-Up völlig dunkel halten und nur mit UV-Lampen beleuchten. Dies machte vor allem die Koordination nicht einfach. Aber es hat alles perfekt funktioniert.

Da ich die UV-Strahler erst am Tag des Fotoshootings abholen konnte, wusste ich auch nicht wie stark sie wirklich sind und ob und wie sie sich mit meinen roten Scheinwerfern für das Streiflicht kombinieren lassen. Aber gerade wegen der guten Vorbereitung hat dann alles perfekt funktioniert und und es sind sehr starke Bilder entstanden. Insgesamt hat das Shooting der 5 Modelle 8 Stunden gedauert.”

Vier Bilder der Serie werden kommende Woche in Esslingen, in der Galerie 13 ausgestellt. Wer sie sich anschauen möchte, sollte also vorbei schauen! Julius, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und sage vielen Dank für dieses interessante Interview!

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