Bürgersaalkirche HEAD

Wissenswertes über diese Kirche

Der Bet- und Versammlungssaal der Marianischen Männerkongregation “Mariä Verkündigung” ist der Bürgersaal zu München, welcher seit der Weihe seines Hochaltars durch den Freisinger Fürstbischof Ludwig Joseph Freiherr von Welden 1778 auch “Bürgersaalkirche” genannt wird. 1709/10 wurde dieser nach Entwürfen des Oberhofbaumeisters Giovanni-Antonio Viscardi gebaut und seit 1778 als Kirche genutzt. Die Männerkongregation wurde 1610 im Gymnasium des Jesuitenklosters St. Michael gegründet und finanzierte den Bau vollständig privat.

Das heutige Gotteshaus wurde entworfen, da der alte Kongregationssaal zu klein wurde und sollte Nahe St. Michael entstehen. Der Bürgersaal war zudem ursprünglich nicht für Gottesdienste vorgesehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1944 bis auf die Außenmauern zerstört. Die Außenfassade blieb nahezu unbeschädigt; in der Oberkirche sind Reste des Freskenschmucks von Anton Johann Gumpp erhalten. Bis 1959 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und weitestgehend nach dessen ursprünglichen Aussehen restauriert. Die Marianische Männerkongregation feiert auch heute noch seine Gottesdienste hier.

Der Bürgersaal ist in eine Ober- und Unterkirche unterteilt, wobei die Oberkirche dem Bürgersaal vor dessen Zerstörung entspricht. Nur das Deckenfresko “Mariä Himmelfahrt” von Martin Knoller aus den Jahren 1773/74 wurde nicht wiederhergestellt. Die Kanzel und die Schutzengelgruppe sind bedeutende Werke des Rokokoschnitzers Ignaz Günther. Die Unterkirche ist ein fensterloser Raum, dreischiffig, und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts zur Krypta ausgebaut.

Anschrift: Neuhauser Straße 14, 80331 München – zur Webseite

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