Frauenkirche HEAD

Wissenswertes über diese Kirche

Das Wahrzeichen Münchens und Kathedrale des Erzbischofs von München und Freising, die Frauenkirche (“Dom zu Unserer Lieben Frau”), wurde von Herzog Sigismund beauftragt und von Jörg von Halsbach 1468-94 errichtet. Zuvor stand an ihrer Stelle eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Die Kuppeln der 1488 fertiggestellten Türme wurden erst 1525 aufgebaut. Die ursprünglich geplanten spitzen Türme, wie sie auch der Kölner Dom besitzt, wurden aus Geldmangel nicht umgesetzt. Dadurch wurden die Renaissance-Kuppeln zum unverwechselbaren Münchner Symbol. Die Türme dienen zudem der Höhenbegrenzung innerhalb des Mittleren Rings: kein anderes Gebäude darf in diesem Radius höher als 109 Meter gebaut werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale schwer beschädigt: einer der Türme erheblich baufällig und das Dach des Gotteshauses war eingestürzt. Bis 1994 wurde das Gebäude aufwändig und stetig restauriert.

Der spätgotische Dom wurde aus rotem Backstein erbaut und misst 109 Meter Länge, 40 Meter Breite und 37 Meter Höhe. Etwa 20.000 Menschen finden Platz im Innern der drei gleich hohen Kirchenschiffe. Die Kathedrale wurden vorausschauend geplant, denn zur Zeit des Baus hatte München nur etwa 13.000 Einwohner. Die großen Fenster und die Säulenreihen, welche die Schiffe optisch voneinander trennt, lassen viel Licht die Mauern “durchscheinen”.

Um den sogenannten Teufelstritt in einer Bodenplatte am Haupteingang rankt sich folgende Legende: der Teufel beäugte neugierig am Eingang den neuen Bau und belächelte den fensterlosen Dom des Baumeisters Halsbach. Von dieser Stelle ist tatsächlich keines der gotischen Glasfenster der Frauenkirche sichtbar, beim Blick zum Hochaltar. Eine weitere Legende schmückt erstere weiter aus, wonach der Teufel einen Pakt mit Halsbach zum Bau einer Frauenkirche ohne Fenster hatte. Der Teufel entdeckte, dass er betrogen wurde und stampfte wütend auf den Boden. An dieser Stelle ist bis heute dessen Fußabdruck zu finden.

Im Dom ist heute eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken aus dem 14. bis 18. Jahrhundert ausgestellt. Diese beinhaltet Werke der Künstler Grasser, Polack, Günther und Krumpper. Auch das Grabmal Ludwigs IV., Heiliger Römischer Kaiser, ist hier in der Kathedrale zu finden.

Anschrift: Frauenplatz 12, 80331 München – zur Webseite

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