St. Anna Klosterkirche HEAD

Wissenswertes über diese Kirche

Die für die Sakralarchitektur prägende, katholische Klosterkirche St. Anna im Lehel ist Altbayerns erste Rokoko-Kirche. Zu finden ist die Klosterkirche gegenüber der gleichnamigen Pfarrkirche St. Anna. Der Grundstein für die Kirche des zugehörigen, 1725 gegründeten Klosters. legte 1727 Kurfürstin Maria Amalie. Errichtet wurde diese vom Architekten Johann Michael Fischer 1727-33, deren Innenausstattung bis 1737 die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, sowie Johann Straub übernahmen. Fischer verzichtete bewusst auf rechte Winkel und konzipierte einen ovalen Hauptraum mit zwei Seitenkapellen in Apsidenform und vier weitere Kappelen in Konchenform.

Das Hieronymitenkloster wurde 1807 während der Säkularisation aufgehoben und 1827 von den Franziskanern übernommen. Das Konventgebäude wurde 1808 zur Kaserne umfunktioniert und die Klosterkirche schließlich zur Pfarrkiche erhoben. 1852/53 wurde eine neoromanische Doppelturmfassade der Kirche durch August Voigt vorgeblendet und die pyramidenförmigen Kirchtürme der Ludwigskirche nachempfunden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Klosterkirche St. Anna 1944 fast vollständig zerstört. Zwei Jahre später beginnen die Wiederaufbauarbeiten der Kirche zur “Vervollständigung” der verschonten Außenmauern. Die Rekonstruktion des Innenraumes konnte erst 1979 beendet werden; die Doppelturmfassade wurde bereits 1948 abgetragen. Erwin Schleich erneuerte die Rokoko-Fassade 1968. Ein Teil der Original-Fassade von 1772 ist noch heute hinter dem Eingangstor zu erkennen.

Anschrift: St.-Anna-Platz 21, 80538 München – zur Webseite

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