St. Salvator HEAD

Wissenswertes über diese Kirche

Die ehemalige Friedhofskirche der Frauenkirche St. Salvator / Salvatorkirche gehört zur griechisch-orthodoxen Gemeinde und ist Sitz des Metropoliten Deutschlands und Exarchen Zentraleuropas. Vermutlich wurde der Rohbau St. Salvators 1493 fertig gestellt, deren Architekt vermutlich Lukas Rottaler war – Schüler Jörg von Halsbachs. Ein Jahr später wurde das Gotteshaus eingeweiht.

1767 erhielt der Kirchturm einen Abschluss in Form einer Zwiebel. Sieben Jahre später wurde die Salvatorkirche renoviert und bunte Glasscheiben durch helle Scheiben ersetzt – ganz dem barocken Zeitgeist nach. 1803 wurde im Zuge der Säkularisation die Räumung und im Anschluss der Abbruch der Kirche beschlossen. Letzteres konnte verhindert werden, da die Salvatorkirche der Krone als Depot diente. Obwohl König I. Joseph der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde schenkte, konnte diese sie aufgrund der weiteren Nutzung als Abstellraum nicht nutzen. St. Salvator gelangte wieder in den Besitz der Krone.

1828 überließ König Ludwig I. den in München anwesenden 30 Griechen die Kirche, um ihre Gottesdienste hier zu feiern. Bis heute ist St. Salvator Eigentum des Freistaates Bayern. Die Salvatorkirche wurde 1829 nach dem griechisch-orthodoxen Ritus eingeweiht, nachdem Leo von Klenze sie hierfür umgebaut hat. Der Turm wurde 1869 restauriert und regotisiert. Die Apostelfiguren wurden dabei durch Ikonen ersetzt. Die 1903 renovierten Glasfenster wurden 1916 aus- und 1928 wieder eingebaut, um 1941 wieder ausgelagert und deren Reste nach dem Krieg in der Frauenkirche verbaut zu werden.

Fast unbeschadet im Zweiten Weltkrieg, wurde 1970 die Ikonostase zurückversetzt, sowie der Altarraum verkleinert. Die Dächer des Turmes und der Sakristei wurden 1982 erneuert. 1992-93 wurde der Außenbau restauriert. In den 90ern wieder entdeckte Glasscherben wuren wieder zusammengesetzt und diese vier Fenster 2000 in St. Salvator eingesetzt.

Anschrift: Salvatorplatz, 80333 München – zur Webseite

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