Napoleon, Reichtum, Casanova & das Spielfieber
Venedig war im 18. Jahrhundert der Inbegriff von Dekadenz. 1725 wird Casanova hier geboren, über 30 Jahre später dann Canova, der berühmte klassizistische Bildhauer. Zwei Jahre zuvor wird Casanova im Dogenpalast gefangen genommen. 1790 wird Venedigs Oper eröffnet: La Fenice.
Als Napoleon 1797 die Stadt belagerte, war Venedig keine Weltmacht mehr und üppige Feste und Glücksspiel des Adels waren vorüber. Der Doge Lodovico Manin dankte ab. Napoleon raubte die vier Pferde von San Marco undüberließ Venedig Österreich, um im Gegenzug die Lombardei von Österreich zu erhalten. Doch die Bewohner des Veneto kamen mit der autoritären Regierung nicht zurecht. 1804 wird Napoleon zum König Italiens gekrönt und bringt Venedig wieder in seine Gewalt, bevor Österreich die Franzosen 1814/15 wieder aus der Stadt vertreibt. Die Bronzepferde erhält die Stadt 1815 wieder zurück.
Im Jahre 1846 verliert Venedig seinen Inseltstatus, da nun ein Eisenbahndamm die Insel mit dem Festland verbindet. Mehrere Aufstände sorgen 1866 nach Jahren des Hungers und Krankheiten für die Befreiung von der österreichen Herrschaft. Doch erst vier weitere Jahre erfüllte sich der Traum eines freien und geeinten Italiens.











