Venedigs einzigartige Plätze und Gebäude
Das historisch sehr bedeutende Venedig hat zahlreiche sehenswerte Plätze, Gebäude, Ereignisse und Bräuche. In jedem der sechs Stadtteile warten diese Sehenswürdigkeiten auf das (Wieder-) Entdecken durch Einwohner Venedigs als auch Gäste der ganzen Welt. Die Stadt ist eine der wenigen Plätze weltweit, die wirklich einzigartig sind.
Trotz der schwierigen geografischen Lage auf Schlammböden und der ständigen Überschwemmungen hat Venedig Bestand. Aus der einstigen See- und Wirtschaftsmacht wurde eine Attraktion ohne gleichen – auf den Palazzi wird heute italienischer Kaffee getrunken, in den schmalen Gassen werden Souvenirs und insbesondere Handarbeiten verkauft, Lagerhäuser wurden zu Hotels und Museen. Doch der starke Tourismus hat der Stadt und ihrem Flair nichts abgetan. Die Vergangenheit ist hier auch heute bedeutsamer als die Gegenwart.
Piazza San Marco (Markusplatz)
Zahlreiche Feste, wie den Karneval, politische Ereignisse und Prozessionen erlebt die Piazza San Marco bereits. Auf der Ostseite des Markusplatzes befinden sich zwei der wohl bedeutendsten Bauwerke der Stadt: die Basilika und der Dogenpalast. Cafés, schicke Boutiquen, Museen und Straßenmusikanten bereichern stets den Platz. Doch er ist vom Hochwasser stark bedroht, denn er ist nah am Wasser gebaut. Sodenn sieht man Touristen und Einheimische auf hölzernen Laufstegen den Markusplatz überqueren.
Palazzo Ducale (Dogenpalast)
Der direkt neben der Basilica gelegene Dogenpalast war gleichzeitig Sitz der Regierung, der Wohnsitz des Dogen, sowie Gerichtshof inkl. Gefängnissen. Heute ist der Palast ein Museum, in welchem der Prunk der einstigen Großmacht, die Kunstwerke großer Künstler, sowie die Kerker bewundert und die dargestellte Geschichte der Republik erlebt und reflektiert werden kann. Im 14. Jahrhundert begann der Bau an dem heutigen Palast. Dieser ist noch heute einer der bedeutendsten Profanbauten der Gotik als solche.
Basilica di San Marco (Markusdom)
Die fünfkuppelige Basilika hat die Form eines griechischen Kreuzes. Das heutige Bauwerk ist die dritte Kirche an dieser Stelle. Die erste, welche für die Aufbewahrung der Gebeine des Heiligen Markus im 9. Jahrhundert erbaut wurde, viel einem Feuer zum Opfer. Das zweite Bauwerk wurde im elften Jahrhundert abgerissen, um dem heutigen Bau zu weichen. Die Basilika wurde mehrfach umgebaut und ist seit 1807 Venedigs Kathedrale. Damals wurden hier, in der mit Beutestücken verzierten Basilika Dogen der Bevölkerung vorgestellt und hohe Staatsgäste, wie der Papst oder Prinzen empfangen. Die vier Bronzepferde, welche in Kopie den Eingang zieren, sind eine Eroberung des prächtigen Venedigs aus Konstantinopel.
Santa Maria della Salute
Diese Barockkirche, eine der beiden Votivkirchen Venedigs, wurde mit der Bitte für das Ende der Pest von 1630 gebaut. Sie befindet sich am Anfang des Canal Grande am Bacino di San Marco gegenüber dem Dogenpalast. Die Kirche besitzt 2 Campanile, hat einen achtseitigen Grundriss und ist vollständig mit Marmor verkleidet. Sie ist eher nüchtern ausgestattet, besitzt jedoch einen kostbaren Marmorfußboden und prachtvolle Altäre. Jährlich am 21. November wird eine Brücke von der Kirche Santa Maria del Giglio zur Kirche Santa Maria della Salute über den Canal Grande gebaut, auf welcher eine Prozession zum Dank an die Madonna zur Errettung von der Pest gefeiert wird.
Campanile di San Marco (Markusturm)
Der Markusturm ist der Campanile des Markusdoms. Er ist das höchste Gebäude Venedigs. Der 1152 vollendete Turm stürzte 1902 ein, wurde neu aufgebaut und 1912 feierlich eingeweiht. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch des “Türkenflugs” am Karnevalsdienstag dokumentiert – eine akrobatische Darbietung auf einem vom Turm herab gespannten Seil. Nicht nur als Leuchtturm, sondern auch zum Aufruf des Gottesdienstes, zur Ankündigung von Hinrichtungen oder dem nahenden Beginn einer Sitzung im Dogenpalast diente der Campanile. Heute ist die Turmspitze mit einem Aufzug erreichbar und bietet einen tollen Blick über die Stadt.
Ponte di Rialto (Rialtobrücke)
Die Ponte di Rialto verbindet das Sestiere San Marco mit San Polo über den Canal Grande und wurde nach dem Gebiet Rialto in San Polo benannt, welches vor einigen Jahrhunderten Venedigs wichtigster Handelsplatz war. Die erste Brücke aus Stein über den Canal Grande wurde 1591 errichtet und zudem mit Läden auf der Brücke versehen. Am damaligen Wettbewerb zur Gestaltung der Brücke beteiligten sich u.a. Michelangelo, Andrea Palladio und Jacopo Sansovino. Bis 1854 war die Rialtobrücke die einzige Fußbrücke über den Canal Grande.











