Die Region Veneto zu römischer Zeit


Im 6. Jahrhundert v. Chr. war die Gegend des heutigen Veneto von Enetern und Venetern bevölkert. Um 300 Jahre später erobern die Römer das Veneto, weshalb die dortigen Einwohner die römische Kultur übernahmen. Sie nutzten Verona als Stützpunkt der römischen Armee zur weiteren Vorrückung nach Norden über die Alpen, um daraufhin einen Großteil des heutigen Frankreichs und Deutschlands zu besetzen. Die Bezeichnung der der Republik lautete zur damaligen Zeit S.P.Q.R. für Senat und Volk von Rom (Senatus Populusque Romanus).

Der römische Dichter von Liebeslyrik Catull wird 84 v. Chr. in Verona geboren. Im 2. Jahrhundert bedrängten die Germanen im Norden und Nordosten und im Osten die Parther die Reichsgrenzen. Mark Aurel, der damalige Kaiser, starb im Jahr 180. Nach dem 192 ermordeten Commodus stabilisierten die Kaiser der Familie Severus die Grenzen wieder. Während der Reichskrise des 3. Jahrhunderts unter der Herrschaft der sogenannten Soldatenkaiser kam es zu verschiedenen Problemen, sowohl ökonomisch, politisch als auch mit dem Sassanidenreich, welche das Perserreich erneuerten und zumindest ein gleichwertiger Gegner des römischen Reiches war. Das Reich wurde mit Einführung der Tetrarchie duch Kaiser Diokletian wieder stabilisiert.

Der römische Kaiser Konstantin I. rief das Konzil von Nikaia 325 in der kleinen Stadt Nicäa (heute Iznik, Türkei) bei Konstantinopel (heute Istanbul) ein, um den in Alexandria ausgebrochenen Streit über den Arianismus zu schlichten. 330 n. Chr. wird Konstantinopel die Hauptstadt des römischen Reiches. In den darauffolgenden Jahren wird das Gebiet des Veneto erst von den Slawen und Teutonen, dann von den Goten angegriffen und verwüstet. 393 finden die letzten Olympischen Spiele der Antike statt. In dieser Zeit zerfällt auch das römische Reich, nachdem dieses 395 nach dem Tod des Theodosius geteilt wurde. Die Goten nehmen Rom 410 ein.