Wissenswertes über diese Kirche

Die ehemalige Klosterkirche St. Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist / Augustinerkirche wurde Überlieferungen nach an der Stelle einer alten Johanneskapelle auf dem Haberfeld außerhalb der Stadtmauern erbaut. Sie war die Kirche des 1294 mit Unterstützung Herzog Rudolfs gegründeten Augustiner-Eremiten-Klosters. 1341 wurde der Chor geweiht und im 14./15. Jahrhundert das Gebäude erweitert.

Johan von Staupitz, Beichtvater, Lehrer und Förderer Martin Luthers, wurde hier 1503 zum Prior der Münchner Augustiner-Eremiten gewählt. Luther selbst war ebenfalls Augustiner-Eremit. Nicht belegt ist sein Aufenthalt bei seinen Ordensbrüdern in München auf der Romreise 1510-11. 1618-1621 barockisierte Veit Schmidt die gotische Augustinerkirche (vermutlich) nach Plänen von Hans Krumpper.

Das Kloster selbst, zu welchem die Kirche lange Zeit gehörte, wurde 1803 durch die Säkularisation aufgehoben und ist heute Dienstgebäude des Polizeipräsidiums Münchens. Die Augustinerkirche wurde nach 1804 zunächst als Mauthalle genutzt und 1911 das ehemalige Kirchenschiff zum sog. „Weißen Saal“ durch Theodor Fischer umgebaut. 1914/15 wurden Treppenanlagen eingebaut, um die Erdgeschoss und Zwischengeschoss miteinander zu verbinden. Es folgte der Umbau des südlichen Seitenschiffs zu Geschäftsräumen.

Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1962-64 von Erwin Schleich restauriert. Heute beheimatet das ehemalige Gotteshaus das Jagd- und Fischereimuseum Münchens.

Anschrift: Neuhauser Straße 2, 80331 München

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Augustinerkirche