Wissenswertes über diese Kirche

Der einzige, umfängliche Neubau einer historischen Kirche der Altstadt Münchens ist die katholische Kirche St. Jakob am Anger, auch Jakobskirche genannt. Die Kloster- und Institutskirche der Armen Schulschwestern zu Unserer Lieben Frau, welche das älteste Kloster Münchens betreuen, wurde ursprünglich Ende des 12. Jahrhunderts als kleine Kapelle errichtet. Sie wurde damals dem Apostel Jakobus gewidmet und markierte den Beginn des Jakobsweges in München.

Hieraus entstand 1240 eine Klosterkirche, da sich Franziskander zuvor an der Kapelle niederließen. Die Franziskaner folgten dem Wunsch des Herzogs Ludwig dem Strengen und verlagerten ihren Konvent 1284 in die Nähe der Residenz. Nahe des heutigen Nationaltheater entstand daher das Kloster St. Anton. Klarissen übernahmen das Kloster am Anger, welches sie erst 1804 wieder aufgaben – im Zuge der Säkularisation. Nach einem Einsturz der Jakobskirche 1404 wurde sie in den folgenden 4 Jahren wieder aufgebaut. Auch weiterhin wurde so das älteste Kreuzrippengewölbe Oberbayerns mit spitzen Bögen erhalten, wie auch den ältesten romanischen Chor des heutigen Münchens.

Wegen massiven Protesten gegen Abrissbemühungen nach der Säkularisation konnte das Gotteshaus erhalten werden. Maria Theresia Gerhardinger, Gründerin der Armen Schulschwestern, übernahm die Jakobskirche 1843 auf Vermittlung König Ludwigs I. Durch einen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1944 fast vollständig zerstört. Nach Plänen von Friedrich Haindl wurde sie 1955-57 neu erbaut. Die Fresken der neuen Kirche stammen von Bill Nagel, die Plastik des Hochaltars von Josef Henselmann.

Anschrift: Unterer Anger 2, 80331 München

Fotogalerie