Wissenswertes über diese Kirche

St. Lukas (Lukaskirche), eine evangelisch-lutherische Pfarrkiche, wurde 1893-96 nach Plänen von Albert Schmidt erbaut. Es handelt sich um den dritten, evangelisch-lutherischen Kirchenbau Münchens. Die romanische Kirche, im Innern mit frühgotischen Elementen gestaltet, wurde aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums erbaut, weshalb die beiden Pfarrkirchen St. Markus und St. Matthäus bald erschöpft waren.

Das bayerische Herrscherhaus war zu dieser Zeit besorgt um die katholische Dominanz in München, weshalb Bauvorhaben anderer christlicher Konfessionen keine stadtbildprägenden Bauplätze erhielten. St. Lukas sollte hierbei, aufgrund des Druckes des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbauamtes, eine Ausnahme sein. Finanziert wurde der Bau im Wesentlichen durch Spenden und aus Teilen der Kirchenumlage, welche mit dem heutigen Kirchengeld vergleichbar ist.

Im Jahr 1900 wurde die Lukaskirche zur Pfarrkiche. Den Zweiten Weltkrieg überlebte das Gotteshaus nahezu unversehrt. 1976 wurde das Gebäude in die Liste schützenswerter Kulturgüter der Haager Konvention aufgenommen. Nachdem sich 1998 ein Stein der südlichen Fensterrosette löste und in den anliegenden Spielplatz fiel, wurde St. Lukas bis 2006 generalsaniert.

Die ersten vier evangelisch-lutherischen Pfarrkirchen der Stadt München erhielten die Namen der Evangelisten, in der Reihenfolge der Nennung selbiger im Neuen Testament: St. Matthäus (eingeweiht 1833), St. Markus (1877), St. Lukas (1896) und St. Johannes (1916)

Anschrift: Thierschstraße 28, 80538 München – zur Webseite

Fotogalerie