Wissenswertes über diese Kirche

Durch das große Bevölkerungswachstums München zwischen 1870 und 1910 wurden neue Stadtteile errichtet. Entsprechend benötigte das Stadtbild weitere Kirchenbauten, um die Seelsorge vor Ort zu ermöglichen. St. Paul wurde daher aus dem Sprengel der Altstadtpfarrei St. Peter errichtet.

Der Bau des katholischen Gotteshauses begann 1892 nach den Plänen Georg von Hauberrisser. Der Bauplatz wird dabei von der Stadt München gestellt, der Bau selbst durch zahlreiche Spenden wohlhabender und weniger wohlhabender Bürger unterstützt. 1903 weitestgehend abgeschlossen, erfolgt 1906 die Weihe der Kirche. Die reiche Ausstattung wird bis 1915 vollendet.

Im Zweiten Weltkrieg wird St. Paul 1944-45 schwer beschädigt. Insbesondere das südliche Querhaus trifft es hart. Dabei werden zahlreiche Glasgemälde, die große Orgel und der Hochaltar weitgehend zerstört. In den darauffolgenden Jahren wurde die Paulskirche bis 1951 wieder aufgebaut. Das abgebrochene Geländer der Treppe zur Kanzel wurde dabei bewusst nicht wieder hergestellt, um der Zerstörung des Krieges zu gedenken. 1953 wird das Pfarrheim eingeweiht.

Eine Umgestaltung des Innenraumes im Hinblick auf den Eucharistischen Weltkongress und auf die liturgische Erneuerung von 1959-60 brachte Formen der zeitgenössischen Moderne in das Gotteshaus. Seit 2003 hat St. Paul keinen klassischen Stadtpfarrer mehr. 2003-04 erfolgt eine weitere Umgestaltung rund um die Altäre, die Fenster und den Chor. Hierbei erhält St. Paul auch die bunten Glas-Vorhänge von Jochem Poensgen.

Anschrift: St.-Pauls-Platz 10, 80336 München – zur Webseite

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